Am 08.09.2009 um 10:30 Uhr muss sich der hochgradig elektrosensible Ulrich Weiner vor dem Amtsgericht Freiburg gegen den Vorwurf verteidigen, er habe durch Abschalten eines Mobilfunksendemastes in der Nähe von St. Märgen Telekommunikationsanlagen gestört.
Das Aktionsbündnis für strahlungsfreie Lebensräume e.V., das als gemeinnützig anerkannt wurde, setzt sich dafür ein, dass elektrosensible Menschen – wie Uli Weiner – sich in strahlungsfreien Lebensräumen aufhalten können. Durch die von der Mobilfunkindustrie und der Bundesregierung angestrebte Vollversorgung mit Mobilfunk, aber auch durch W-LAN, DECT-Schnurlostelefone und den für die Behörden für die Kommunikation angestrebten TETRA-Standard, wird das gesamte Bundesgebiet zunehmend und immer stärker mit Mikrowellen bestrahlt.
Menschen wie Uli Weiner, oder solche, die nicht elektrosensibel werden wollen, haben nahezu keine Rückzugsmöglichkeiten mehr. Dies obwohl zahlreiche und namhafte Wissenschaftler vor den gesundheitlichen Folgen immer höherer Strahlenbelastung berichten und durch Studien belegen.
Zwar ist in Wissenschaft und Forschung noch immer umstritten, ob die hochfrequente Strahlung ursächlich für gesundheitliche Schäden ist, das Aktionsbündnis für strahlungsfreie Lebensräume e.V. hält es jedoch für unverantwortlich, trotz Kenntnis möglicher Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung ohne hinreichende Sicherheit solche Netze zu betreiben oder dies zu gestatten.
Zumindest muss jeder Bürger die Möglichkeit und das Recht dazu haben, selber zu entscheiden, ob er sich der Strahlung aussetzen will oder nicht. Hierzu ist es erforderlich, dass es großzügige und geschützte Gebiete gibt, in denen keine durch Technik erzeugte Strahlung vorhanden ist.
„Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie man technisch verhindern könnte, dass bis in den letzten Keller hinein Mobilfunkstrahlung emittiert, ohne die Kommunikationsmöglichkeiten zu unterbinden.” sagt Patricia Fromm, Geschäftsführerin von AB-StrahL.
„Wir möchten keinem Menschen das Handy wegnehmen. Diese Verantwortung muss jeder selber tragen. Jedoch möchten wir die Möglichkeit haben zu entscheiden, ob wir uns in einem strahlungsreichen oder in einem strahlungsfreien Gebiet aufhalten.”
Das Aktionsbündnis für strahlungsfreie Lebensräume e.V. kurz AB-StrahL wurde Ende 2008 ins Leben gerufen, ist mittlerweile als gemeinnützig anerkannt und ins Vereinsregister eingetragen. Näheres demnächst über www.abstrahl.de (derzeit Baustelle).
Für Rückfragen steht Ihnen Patricia Fromm unter der Rufnummer 0761/217029-53 zur Verfügung.